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Regenwassernutzung

Ein paar Daten....
Auf der Erde gibt es 1,4 Milliarden Kubikkilometer Wasser

Davon 3 % (!!) Süßwasser
0,3 % (!!!) der gesamten Wassermenge sind für den Menschen nutzbar.
Der durchschnittliche Bundesbürger verbraucht 132 L kostbares Trinkwasser pro Tag
Davon müssen nur 50 % die Qualität von Trinkwasser aufweisen


Wasserverbrauch im Haushalt

Anteile Wasserverbrauch


Bei der Planung eines Neubaus ist es empfehlenswert, die notwendigen Rohrleitungen für Regenwassernutzung und/oder Grauwassernutzung zu berücksichtigen.

POET-Service: Wir unterstützen Sie bei der Planung Ihrer Anlage und erstellen Ihnen ein Konzept.

Den zukünftig wird mit höheren Wasser- und Abwasserpreisen zu rechnen sein. Wer hier zeitig mitdenkt spart später bares Geld und leistet seinen Beitrag zur Schonung unserer Umwelt.

Ein größeres Problem als die Quantität stellt die Wasserqualität dar. Durch vermehrten Eintrag von Nitraten, Phosphaten, Pflanzenschutzmitteln und anderen chemischen Stoffen ins Wasser wird die Aufbereitung immer schwieriger und kostspieliger.

Der Bundesbürger verbraucht laut Statistik durchschnittlich 132 Liter kostbares Trinkwasser pro Tag. Doch für rund 50 % der Anwendung ist die Qualität von Trinkwasser nicht zwingend erforderlich, so dass Regenwasser als Substitut herangezogen werden kann.


Aspekte zum Thema Hygiene
 
Bei sachgemäßer Installation einer hochwertigen Regenwassernutzungsanlage bestehen keine hygienischen Bedenken gegen den Einsatz von Regenwasser in der Haustechnik.

Dies haben Erfahrungsberichte und wissenschaftliche Untersuchungen bestätigt, wie z. B. eine Langzeitstudie des Staatlichen Hygieneinstituts Bremen in Bezug auf die Nutzung von Regenwasser zum Wäschewaschen.

Laut Ergebnis konnten keine Signifikanten Unterschiede zwischen der Wäsche, die mit Trinkwasser und der, die mit Regenwasser gewaschen wurde, festgestellt. Darüber hinaus ist keine Beeinträchtigung der Waschwirkung zu erkennen.

Neben dem Vorteil, dass Regenwasser kostenlos ist, weder aufbereitet noch über lange Strecken transportiert werden muss, beruht die Regenwassernutzung auf folgenden zwei Hauptargumenten:
  • Substitution von Trinkwasser
  • Rückhaltung von Regenwasser
Die Nutzung hat aufgrund der Eigenschaften des Regenwassers weitere Positive Nebeneffekte:
  • optimales Medium für Pflanzen, um Mineralien aufzunehmen
  • bessere Waschwirkung, wodurch sich 50% des Waschmittels einsparen lassen
  • kein Verkalken der Waschmaschine
  • kein Urinstein im WC
  • zentrale Rückhaltebecken für das Regenwasser können kleiner dimensioniert werden
  • Kompensation von Abflußspitzen im Kanalnetz bei starken Regenereignissen.
Die Kombination Regenwassernutzung mit Versickerung ergibt ein ökologisch optimales Konzept, da hier die Regenrückhaltung konsequent unterstützt wird.


Das richtige Anlagensystem

Grundsätzlich ist bei der Planung einer Anlage zur Nutzung von Regenwasser darauf zu achten, dass diese nahezu wartungsfrei ausgelegt wird und durch das Ausbleiben einer Wartung kein Schaden entstehen kann. Darüber hinaus muss die für die Anwendungsbereiche erforderliche Wasserqualität erzeugt werden und die Betriebssicherheit ständig gewährleistet bleiben.

Diese Anforderungen können nur durch Komponenten gesichert werden, die aufeinander abgestimmt sind und in sich ein System bilden. Dieses System muss wartungsarm und betriebssicher sein. Diese beiden Aspekte werden maßgeblich durch die IRM-Systemsteuerung (IRM= intelligentes Regenwasser Management) bedingt.


Schematische Darstellung einer Regenwassernutzungsanlage



Sie führt die Trinkwassereinspeisung, im Gegensatz zu herkömmlichen Anlagen, im Haus durch, reagiert auf Unregelmäßigkeiten und führt Wartungstätigkeiten selbständig aus.


Zum richtigen Anlagensystem gehören heutzutage fünf Komponenten:
  1. Filtersystem
    Das Filtersystem bildet die erste Reinigungsstufe in der Regenwasseranlage. Es dient dazu, feste Schmutzpartikel aus dem regenwasser zu filtern, ohne sie zurückzuhalten, d. h. es sollte sich nicht um einen Retentionsfilter handeln, sondern um einen Filter, der sich selbst reinigt und den Schmutz entsorgt.

  2. Regenspeicher
    Der Regenspeicher dient, neben der Speicherung des Regenwassers, auch als zweite Reinigungsstufe.
    Das Wasser im Behälter wird ruhig gehalten, so dass die schweren Partikel absinken (sedimentieren) und leichtere Stoffe aufsteigen (flotieren) können. Durch die Schwimmende Entnahmeleitung kann dann das sauberste Wasser, ca. 15 cm unter der Wasseroberfläche, abgesaugt werden.
    Die Behälter müssen so dimensioniert werden, dass sie mehrmals im Jahr überlaufen. Damit wird gewährleistet, dass die Schmutzschicht, die sich an der Wasseroberfläche bildet, über den Überlauf entsorgt wird.

  3. Hauswasserwerk
    Das Hauswasserwerk dient zur Förderung des Wassers an die Entnahmestellen. Es ist so zu wählen, dass es leise, energiearm, korrosionsfest und wartungsfrei ist. Deshalb werden in der Regenwassernutzung mehrstufige Pumpen mit Schaltautomat und integriertem Trockenlaufschutz eingesetzt.
    Membrandruckausgleichsgefäße sollten in der Regenwassernutzung hingegen vermieden werden, da diese verkeimen können und ständiger Wartung bedürfen.

  4. IRM-Systemsteuerung mit integrierter Trinkwassereinspeisung
    Ständige Betriebsbereitschaft der Regenwassernutzungsanlage bei Regenwassermangel erfordert den Einbau einer Trinkwassereinspeisung.
    Damit die Anlage unabhängig auf Wassermangel, Fehler oder Unregelmäßigkeiten selbständig reagieren kann, bedarf es einer intelligenten Steuerung. Diese Betriebssicherheit wird durch eine IRM-Systemsteuerung gewährleistet.

    Die Systemsteuerung ist der zentrale Baustein der Regenwassernutzungsanlage, die den Grad der Bedienerfreundlichkeit und der Betriebssicherheit der gesamten Anlage entscheidend bestimmt. Entsprechend dieser großen Bedeutung sollte eine hochwertige Systemsteuerung mit einer hausinternen und bedarfsorientierten Trinkwassereinspeisung eingesetzt werden

  5. Rohrinstallation
    Die Rohrinstallation sollte aus Gründen der Korrosionsfestigkeit und der besseren Unterscheidung vom Trinkwassernetz in Kunststoff oder Edelstahl verlegt werden. Hier bieten sich als Werkstoffe PE und PP an. Die Rohrinstallation und die Entnahmestellen sind darüber hinaus eindeutig zu kennzeichnen. Zapfhähne sollten durch abnehmbare Steckschlüssel gesichert sein.



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